Das Projekt "Unterstützung der Abgrabungsamphibien in der Rohstoffgewinnung NRWs" :

Das Projekt "Unterstützung der Abgrabungsamphibien in der Rohstoffgewinnung NRWs" wurde 2017 gegründet und entstand als Initative der Biologischen Station Bonn / Rhein-Erft, der NABU-Naturschutzstation Leverkusen / Köln und der Quarzwerke Frechen. Es soll helfen, seltene Amphibienarten zu schützen und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen der Rohstoffgewinnung und regionalen Amphibienexperten auszubauen.

 

Amphibien sind Wirbeltiere, die zwar auf dem Land leben, sich aber in Gewässern fortpflanzen. Es geht dabei um Kreuzkröte, Wechselkröte, Geburtshelferkröte und Gelbbauchunke. Amphibienarten, die einen dynamischen Lebensraum benötigen, d. h. jedes Jahr frische, vegetationsarme Tümpel zum Ablaichen und möglichst Gewässer, in denen noch keine Fressfeinde leben. Außerdem muss der Lebensraum offene bis freie Flächen mit Versteckmöglichkeiten bieten. Solche Pionierhabitate sind als natürlicher Lebensraum in unserer Kulturlandschaft kaum noch vorhanden.

 

Schon seit längerem weiß man, dass die vier genannten Amphibienarten – eben wegen ihres speziellen Anspruchs an den Lebensraum – vor allem auf Flächen, in denen heimische Rohstoffe wie Kies und Sand gewonnen werden, eine perfekte Umgebung finden. Daher bezeichnet man sie mittlerweile als „Abgrabungsamphibien“.

 

Als Unternehmen der Rohstoffgewinnung haben Sie nicht unbedingt das Fachwissen, zu erkennen, um welche Art genau es sich in Ihrem eigenen Tagebau handelt oder wie Sie den Schutz der Population in die alltägliche Arbeit integrieren können, ohne dass größere Komplikationen entstehen. Viele Unternehmen scheuen außerdem die Vorgaben, die eine geschützte Art – und darum handelt es sich bei allen vier Amphibien – mit sich bringt. Die teilnehmenden Rohstoffunternehmen können bei entsprechender Planung, durch eine räumliche oder zeitliche Trennung, Gewinnung und Ablaichen gut miteinander kombinieren.

 

Konkrete Ratschläge

Auf dieser Internetseite gibt es viele konkrete Ratschläge, wie man den Tieren in einer Rohstoffgewinnung helfen kann.

Durch viele hier aufgeführte Schutzmaßnahmen werden nicht nur die Amphibien, sondern auch Insekten und Vögel unterstützt. Die wichtigsten und einfachsten Tipps zur Bestimmung der Art sowie ganz praktische Erklärungen zur Förderung des Lebensraums finden Sie auf den folgenden Seiten. Alle Maßnahmen sind schnell und relativ einfach umzusetzen und stärken eine schon bei Ihnen vorhandene Population.

Das gemeinsame Projekt zur Unterstützung der Abgrabungsamphibien hat aber auch noch einen anderen Effekt. Es kann für ein besseres Image Ihres Unternehmens oder unserer Branche sorgen. An einigen Standorten in NRW bieten die Biologischen Stationen biologische Führungen an – warum nicht auch bei Ihnen? Ihre interessierten Nachbarn oder Mitarbeiter werden staunen, welche seltenen Tiere auf Ihrem Gelände leben.

Neben diesen praktischen Tipps ist aus der Kooperation von Unternehmen in Nordrhein-Westfalen mit vero, NABU und einigen Biologischen Stationen eine gemeinsame Erklärung entstanden.

Falls bei Ihnen Interesse an einer Kooperation besteht, Sie weitere Exemplare dieses Heftes wünschen, können Sie sich gerne an die Geschäftsstelle des vero wenden. vero repräsentiert rund 600 Unternehmen der Baustoff- und Rohstoffindustrie mit über 1.000 Betrieben. Zu den Mitgliedern zählen Produzenten von Kies, Sand und Naturstein, Quarz, Naturwerksteinen, Transportbeton, Asphalt, Betonbauteilen, Werkmörtel und Recyclingbaustoffen in Nordrhein-Westfalen und sieben anderen Bundesländern.

Broschüre zum Download

 

 

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